Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

In der Schweiz leiden rund 25'000 Menschen an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Krankheiten sind bisher nicht heilbar, jedoch gut behandelbar.

Wissenswertes zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

In der Schweiz leiden rund 25'000 Menschen unter den beiden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Es gibt derzeit keine Heilung. Jedoch sind die Erkrankungen gut medikamentös behandelbar. Das verbessert den Krankheitsverlauf und sorgt für mehr Lebensqualität.

Was sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

Die Darmschleimhaut hat eine wichtige Schutzfunktion: Eine gesunde Darmflora ist für Viren, Bakterien und andere Keime im Darm ein schwer überwindbares Hindernis. Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist diese Barriere durch entzündliche Prozesse empfindlich geschwächt. Eine vermehrte Zahl von Erregern kann eindringen, das alarmierte Immunsystem reagiert mit einer Entzündung. Die Krankheit verläuft chronisch und tritt in der Regel in Schüben auf. Darüber hinaus können Begleiterscheinungen wie Entzündungen der Augen, der Haut, der Leber oder der Gelenke auftreten.

Wie entstehen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

Die Ursachen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind nicht eindeutig geklärt. Die Krankheiten werden erforscht. Derzeit gehen Experten davon aus, dass:

  • erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Sind also andere Familienmitglieder betroffen, kann man mit leicht erhöhter Wahrscheinlichkeit selbst erkranken.
  • Umwelteinflüsse die Entstehung begünstigen wie beispielsweise Infekte, Nahrungsbestandteile oder Rauchen.
  • eine Störung der Schleimhautbarriere des Darms zur Erkrankung führt: Die Schutzbarriere des Darms von Menschen, die an chronisch entzündlichen Erkrankungen leiden, ist geschwächt. Bakterien gelingt es dadurch leichter, in die Darmwand einzudringen und Entzündungen auszulösen.

Welche Symptome weisen Betroffene auf?

Die beiden häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Morbus Crohn (CD) ist eine chronische, entzündliche Darmerkrankung (IBD), die überall entlang des Verdauungstraktes, vom Mund bis zum Anus, auftreten kann.

Colitis Ulcerosa (UC) ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (IBD), die Geschwüre im Dickdarm und im Rektum verursacht.

Zu den häufigen Symptomen dieser Erkrankungen gehören Durchfall, Krämpfe/Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Fieber.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind gekennzeichnet durch Phasen, in denen die Krankheit aufflammt – sogenannten Schüben - und Remissionsphasen, in denen die Symptome abnehmen oder verschwinden. 

Wie entstehen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

Colitis Ulcerosa (UC) wird typischerweise im Alter zwischen 25 und 35 Jahren diagnostiziert, obwohl die Krankheit in jedem Alter auftreten kann.
Morbus Crohn (MC) betrifft Männer und Frauen gleichermassen. Menschen jeden Alters können an MC leiden, aber sie wird am häufigsten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 35 Jahren diagnostiziert.
Vom ersten Auftreten der Symptome einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung bis zur Diagnose kann durch den schleichenden Beginn viel Zeit vergehen, da die Beschwerden oftmals nicht richtig zugeordnet werden können. Eine rechtzeitige Diagnose ist jedoch für eine erfolgreiche Therapie sehr wichtig, um bleibende Schäden zu vermeiden. Die Diagnose erfolgt mittels Ultraschall, Gastroendoskopie, Blutuntersuchungen oder auch einer Biopsie.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das Ziel der Behandlung ist es, neue Schübe zu vermeiden und beschwerdefrei zu werden, indem eine vollständige und dauerhafte Abheilung der Darmschleimhaut erreicht wird.
Weitere Informationen zu den Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa gibt es auf www.smccv.ch.